Heute geht es um den größten Fisch der Welt: Den Walhai. Erfahre, wie er lebt, wie groß er wird, warum er ein „Goldfisch“ ist und vieles mehr!
Der größte Fisch der Welt
Der Walhai (Rhincodon typus) ist der größte Hai der Welt – und gleichzeitig der größte und auch schwerste Fisch der Welt.
Er ist so lang wie ein Reisebus (einzelne Tiere werden bis zu 20 Meter lang, die meisten jedoch ca. 12-14 Meter) und bis zu 34 Tonnen schwer. Sein Maul ist 1,5 Meter breit und umfasst über 3.000 Zähne in mehr als 300 dichten Reihen. Wenn du nun an große Zähne denkst, liegst du allerdings falsch: Die Zähne des Walhais sind vergleichsweise winzig. Da liegt es nahe, dass er keine großen Fische jagt, sondern Plankton, Laich und kleine Krebse bevorzugt. Diese filtert er mit einem Sieb aus Kiemen aus dem Wasser – wie ein riesiger Staubsauger!
Walhaie leben in tropischen und subtropischen Regionen in den Meeren rund um den Äquator. Sie kommen sowohl in der Nähe der Küste als auch in küstenferneren Gebieten vor.
Sie können bis zu 100 Jahre alt werden und werden im Alter zwischen 10 und 30 Jahren geschlechtsreif.

Aussehen: Ein Sternenhimmel auf dem Rücken
Walhaie haben ein sehr charakteristisches Aussehen: Ihre Haut ist gräulich, bräunlich oder bläulich. Der Bauch ist etwas heller, der Rücken mit hellen Streifen und Flecken überzogen – das sieht ein bisschen aus wie ein Sternenhimmel.
Ferne haben Walhaie fünf Kiemenspalten, zwei Rückenflossen sowie Brust- und eine 4 Meter große Schwanzflosse.
Auch bei der Haut hält der größte Fisch der Welt einen Rekord: Sie wird bis zu 15 Zentimeter dick und ist damit die dickste Haut aller Lebewesen der Erde.
Keinen Rekord allerdings hat er bei seiner Geschwindigkeit: Er bewegt sich mit max. 5 km/h durch das Meer. Und anders als die meisten Haie, die beim Schwimmen ihre Schwanzflosse hin- und herbewegen, schwimmt der Walhai, indem er seinen gesamten Körper im Wechsel von links nach rechts und von rechts nach links neigt.

Walhaitourismus und andere Bedrohungen
Der Tourismus mit Walhaien boomt. So sehr, dass Walhaie sozusagen zu „Goldfischen“ wurden: Walhaie sind riesig, aber sanft. Mit ihnen lässt sich gut Geld verdienen. Tourist:innen zahlen dafür, mit den Tieren zu schwimmen, zu tauchen und zu schnorcheln. Besonders in Australien, Mexiko oder den Philippinen. Für die Tiere ist das nicht ungefährlich: Immer wieder werden Tiere durch die Touristenboote verletzt.
Walhaie sind auch anderweitig bedroht. Früher wurden sie von Harpunen gejagt, ihr Bestand hat sich dadurch fast halbiert. Der Fang ist zwar inzwischen verboten, die Bestände haben sich jedoch nicht wirklich erholen können.
Heutzutage sind Walhaie hauptsächlich durch Beifang, Verschmutzung und Erwärmung der Meere, Zusammenstöße mit Schiffen und eben den Tourismus mit Walhaien bedroht. Nur etwa jedes zehnte Tier erreicht ein fortpflanzungsfähiges Alter, so dass die Bestände kaum wachsen können.

Ungelöste Fragen
Beim Walhai gibt es aber auch viele Fragen, die Wissenschaftler:innen noch nicht herausgefunden haben: Wie genau bekommen Walhaie Nachwuchs? Und wo? In welchen Tiefen verbringen die jungen Walhaie ihre ersten Lebensjahre?
Quellen
WWF Deutschland: „Der Walhai: Vom „Goldfisch“ mit der großen Klappe“ vom 15.7.2021, unter https://www.wwf.de/themen-projekte/bedrohte-tier-und-pflanzenarten/haie/der-walhai-vom-goldfisch-mit-der-grossen-klappe (Aufruf am 15.7.2026)
WWF Deutschland: „Haie (allgemein) im Artenlexikon“ vom 13.4.2023, unter https://www.wwf.de/themen-projekte/artenlexikon/haie-allgemein (Aufruf am 15.7.2026)
Wikipedia: „Walhai“, unter https://de.wikipedia.org/wiki/Walhai (Aufruf am 15.7.2026)
Tierchenwelt/ Silke Menne: „Walhai“, unter https://www.tierchenwelt.de/haie-rochen/3126-walhai.html (Aufruf am 15.7.2026)
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