Die Bäume im Wald liefern uns Sauerstoff, sind ein wertvoller Lebensraum, speichern CO2 und wir können uns dort erholen. Gute Gründe also, den Wald zu schützen. Was du dazu tun kannst, erfährst du in diesem Tipp der Woche.
Holz ist wertvoll
Jedes Stück Holz war zuvor ein Baum. Wirf Gegenstände aus Holz nicht achtlos weg. Egal ob Kochlöffel oder Möbel. Pflege und repariere sie. Falls du etwas nicht mehr brauchst, gibt es weiter, z.B. in einer Zu-Verschenken-Kiste, einem Sozialkaufhaus oder auf dem Flohmarkt.

Verwende kein Tropenholz
Teak, Mahagoni, aber auch Abachi, Meranti oder Kambala sind Hölzer aus den Tropen. Für Gartenstühle, Bänke, Salatbesteck werden wertvolle Tropenbäume abgeholzt. Besonders viel Tropenholz landet auch in Grillkohle.
Achte darauf, dass du Produkte aus Tropenholz nicht kaufst. Wähle stattdessen Artikel aus heimischem Holz, am besten FSC-zertifiziert.
Manchmal ist nicht klar zu erkennen, aus welchem Holz etwas besteht. Prüfe das Etikett genau, frage nach – und wenn du Zweifel hast, lass das Teil lieber im Laden.

Auch Papier besteht aus Holz
Auch Papier wird aus Holz gemacht. Und in Deutschland sind wir so etwas wie Weltmeister und verbrauchen sehr viel Papier.
Nutze lieber Recyclingpapier. Dafür müssen keine (neuen) Bäume gefällt werden. Denke nicht nur an Schulhefte, Notizbücher, Collegeblöcke und Druckerpapier – sondern auch an Toilettenpapier, Taschentücher und Küchenrolle oder Geschenkpapier.
Toilettenpapier gibt es in der Recyclingvariante. Bei Taschentüchern und Küchenrolle kannst du auf wiederverwertbare Alternativen aus Stoff setzen: Die guten alten Stofftaschentücher und Spülllappen sparen viel Müll, kommen ohne Bäume aus und schützen Wald.
Achte außerdem darauf, möglichst wenig Papier zu benutzen.
Statt Geschenkpapier kannst du z.B. Zeitungspapier oder wiederverwendbare Beutel aus Stoff verwenden.

Kaufe vor Ort und möglichst unverpackt
Würde man die Pakete, die in Deutschland in einem Jahr online bestellt werden, stapeln, würde der Stapel bis zum Mond und fast wieder zurück zur Erde reichen. Eine ganz schöne Menge!
Leider bestehen viele der Pakete aus Frischfaserpapier/-karton und sie werden nur einmal verwendet. Dafür werden Wälder abgeholzt.
Überlege dir vor einer Onlinebestellung lieber: Brauche ich das wirklich? Kann ich es vielleicht bei Freund:innen, Nachbarn, im Baumarkt etc. ausleihen? Kann ich es auch bei mir vor Ort kaufen?
Und wenn du doch online bestellst, verwende den Karton wieder.
Eine weitere Verpackungsfalle: Viele Produkte sind doppelt verpackt. Braucht die Zahncreme in der Plastiktube wirklich noch eine Umverpackung aus Pappe? Kann ich das Produkt auch mit weniger Verpackung bekommen – oder sogar ganz unverpackt, z.B. in einem Unverpacktladen?

Fleisch treibt Abholzung voran
Besonders in Südamerika werden große Flächen Regenwald abgeholzt, um Platz für Viehweiden oder Sojaplantagen zu schaffen. Das Soja wird dann an Rinder und Schweine verfüttert.
Wenn du weniger (oder kein) Fleisch isst, schützt das den Wald. Probiere einmal die vielen veganen oder vegetarischen Rezepte aus der WWF Jugend aus!

Meide Palmöl
Ähnlich ist es mit Palmöl. Wo einst artenreicher Regenwald stand, stehen nun große Plantagen mit Ölpalmen. Palmöl wird für Biodiesel, Kosmetikartikel, Putzmittel und viele Lebensmittel (besonders in Fertigprodukten) verwendet.
Wenn du möglichst viele Gerichte selbst zubereitest, ist das nicht nur gesünder – du reduzierst damit auch deinen Verbrauch an Palmöl.
Wirf auch bei deinen Körperpflegeprodukten beim nächsten Kauf einen Blick aufs Etikett. Gibt es vielleicht eine Alternative ohne Palmöl?

Lerne den Wald kennen
Was man kennt, das liebt und schützt man eher. Wie wäre wieder einmal mit einem langen Spaziergang im Wald? Schau dich genau um, nimm Geräusche, Gerüche, Empfindungen wahr. Entdecke Pflanzen, Tierspuren und das besondere Licht.
Sammel Müll
Im Wald in deiner Nähe liegt Müll herum? Vielleicht kannst du beim nächsten Spaziergang eine Greifzange und/oder Handschuhe und einen Müllbeutel mitnehmen. Jedes Stück Müll, das wir aus dem Wald entfernen, schützt den Lebensraum.
Falls du im Frühling unterwegs bist, solltest du besonders vorsichtig sein. Bleibe auf den Wegen und sei eher ruhig – denn in dieser Zeit sind Waldtiere besonders empfindlich für Störungen.
Bei größeren Mengen kannst du auch deiner örtlichen Müllentsorgung Bescheid geben.

Pflanze Bäume oder lass dir Wald schenken
Vielleicht hast du die Möglichkeit, an einer Baumpflanz-Aktion teilzunehmen?
Alternativ kannst du dir zu Weihnachten oder zu deinem nächsten Geburtstag auch ein Stück (Regen-)Wald schenken lassen. Sag deinen Verwanden, dass du dir eine Spende oder Patenschaft wünschst – oder verschenke selbst einmal „Wald“.
Politisch aktiv sein
In deiner Nähe soll ein Waldstück abgeholzt werden? Geh zu Sitzungen des Gemeinderats, schreib Briefe, nimm an Aktionen teil, sammel Unterschriften. Gemeinsam können wir viel bewirken!
Quellen
Greeenpeace Deutschland: „Zehn Tipps zum Schutz der Wälder – Jeder Baum zählt!“, unter https://www.greenpeace.de/biodiversitaet/waelder/waelder-erde/10-tipps-schutz-waelder (Aufruf am 17.10.2026)
Tag des Waldes: „13 Tipps, mit denen wir dem Wald helfen“, unter https://tag-des-waldes.de/tipps-mit-denen-wir-dem-wald-helfen/ (Aufruf am 17.10.2026)
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