Gerade im Sommer wird Obst und Gemüse schneller schlecht und es ist nicht verwunderlich, dass Obst und Gemüse bei der Verschwendung von Lebensmitteln an oberster Stelle steht.
Lebensmittel wegzuwerfen kostet dich unnötig Geld – und es ist schlecht fürs Klima. Denn für den Anbau und den Transport wurden Energie, Wasser, ggf. Pestizide und andere Ressourcen eingesetzt, die dann ungenutzt in der Tonne landen. Egal, ob bei dir zu Hause, in der Mensa deiner Schule/Uni, im Restaurant oder im Supermarkt.
In diesem Tipp der Woche erfährst du: Welche Tricks gibt es, weniger Obst und Gemüse zu verschwenden und möglichst viel davon aufzubrauchen?

Richtige Lagerung
Damit Obst und Gemüse möglichst lange frisch und essbar bleibt, ist die richtige Lagerung entscheidend. Das meiste Gemüse fühlt sich im Gemüsefach im Kühlschrank am wohlsten. Eine Ausnahme sind z.B. Tomaten, die du gut bei Zimmertemperatur lagern kannst. Auch viele Obstsorten mögen es eher kühl – nicht jedoch Bananen oder Orangen. Übrigens kannst du Obst und Gemüse nicht nur im Kühlschrank lagern, sondern auch im kühlen Keller (falls ihr einen habt).
Salate und Kräuter kannst du in ein feuchtes Tuch wickeln, damit sie länger frisch bleiben.
Kartoffeln, Knoblauch und Zwiebeln mögen es ebenfalls am liebsten kühl und dunkel. Lagere sie ebenfalls im Keller oder in einer dunklen Kiste bzw. einem Sack.
Weitere Tipps zu diesem Thema findest du in diesem Tipp der Woche.

Ideen bei Obstschwemme
Manchmal hat man richtig viel Erdbeeren, Himbeeren, Mirabellen, … aus dem Garten (oder vom Fairteiler), die zur gleichen Zeit gegessen werden wollen. Mach es wie Oma und mach das Obst haltbar! Super einfach sind z.B. Marmeladen und Gelees, aber du kannst Obst auch gut einwecken/einkochen und viele Sorten auch wunderbar trocknen. Damit hast du einen Vorrat für das ganze Jahr.
Braune Bananen, angeschlagene Äpfel und alles andere, was schon ziemlich reif ist und bald verzehrt werden sollte, kannst du auch zu leckeren Smoothies verarbeiten. Oder wie wäre es mit einem Obstkuchen für deine Familie oder deine Klasse?
Aus braunen Bananen kannst du auch ein sehr leckeres Eis herstellen (hier findest du das Rezept).
Weitere Rezepte für übrige Bananen findest du hier.

Wasserbad für neue Frische
Die Radieschen oder Möhren sind schrumpelig? Leg sie einige Stunden oder über Nacht in eine Schale mit Wasser. Dann nehmen sie Wasser auf und werden wieder (fast) wie neu.
Übrigens: Aus dem Möhrengrün oder den Blättern von Radieschen kannst du ein sehr leckeres Pesto herstellen – perfekte Resteverwertung und absolut preisgünstig.

Geht immer: Eintopf
Was der Smoothie für Obstreste und überreifes Obst ist, ist der Eintopf für Gemüse. Hier kannst du wunderbar alles unterbringen, was noch übrig ist, Reste verwerten und Gemüse vor dem Verderben retten. Auch wenn du eigentlich gerade keinen Eintopf essen möchtest: Bereite einen Topf davon zu und friere ihn ein – und schon hast du „Fast Food“ für Tage, an denen du nicht so viel Zeit oder Lust zum Kochen hast!
Natürlich kannst du auch das Gemüse einfach kurz kochen und dann einfrieren, um es später für andere Gerichte zu verwenden.
Kein Eintopf-Fan? Dann mach einfach eine Gemüsepfanne aus all deinen Resten. Die lässt sich oft auch gut als Lunch in die Schule/Uni mitnehmen!
Lebensmittel retten
Die bisherigen Tipps kannst du zu Hause umsetzen. Aber kennst du auch schon die Fairteiler? Dort werden Lebensmittel, oft Brot/Backwaren, Obst und Gemüse, vor der Tonne gerettet. Mach dich einmal schlau, ob und wo in deiner Nähe der nächste Fairteiler ist!
Dort kannst du übrigens auch übriges Essen sinnvoll weitergeben, bevor du in den Urlaub fährst – oder du machst deinen Nachbarn damit eine Freude.






