Bestimmt hast du immer wieder einmal eine alte Jeans zu Hause, die du nicht mehr anziehen kannst. Am besten ist es natürlich (wenn sie noch gut ist), sie weiterzugeben oder (wenn sie kaputt ist) sie zu reparieren.
Manchmal geht aber weder weiternutzen noch reparieren, weil sie einfach zu „durch“ ist. Dann kannst du die noch guten Teile der Hose perfekt für ein Upcycling-Projekt verwenden! In diesem Tipp der Woche erfährst du, wie du eine tolle Jeans-Tasche nähen kannst. Für dich oder als Geschenk.
Das brauchst du
- 1-2 alte, nicht mehr tragbare Jeans
- Stoffschere
- Nähgarn
- evtl. Stecknadeln
- am besten eine Nähmaschine – falls du keine hast, frag bei Verwandten oder Freund:innen, ob du sie ausleihen kannst oder erkunde Leihangebote in deiner Stadt (Bücherei, Bibliothek der Dinge etc.). Alternativ kannst du auch alles von Hand nähen.
- falls du magst: kleine Borten, Schleifen o.ä. zum Verzieren
Bei allen Arbeitsschritten und bei der Größe kannst du dich an einem ganz gewöhnlichen Stoffbeutel orientieren. Oder du entscheidest dich für eine andere Größe, ganz so, wie es für deine Tasche am besten passt!

So nähst du die Tasche
Trenne die Jeans an den Nähten auf. So erhältst du die größten Stoffstücke.
Wähle aus, wo der Stoff noch relativ gut ist. Überlege dir, wie groß deine Tasche werden soll. Zeichne die gewünschte Größe auf deinen Jeansstoff und schneide die Rechtecke aus. Achtung: Berechne an jeder Seite 1-2 cm zusätzlich für die Naht.
Dein Stoff ist zu klein? Kein Problem! Nähe einfach mehrere kleinere Teile zusammen, bis du ein ausreichend großes Stück bekommst. Das können Streifen, Quadrate, Rechtecke, Dreiecke, … sein – deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt (ein Video-Tutorial findest du am Ende der Story). Wenn du zwei Jeans hast, eine hellere und eine dunklere, kannst du hier sogar tolle Muster erzielen.
Nähe dann die beiden Rechtecke an drei Seiten zusammen. Dazu legst du die Stoffe „auf links“, es zeigt also die Seite, die später innen sein soll, nach außen. Wenn du die Tasche später wendest, liegt die Naht dann innen und ist nicht zu sehen.
Der obere Rand deiner Tasche bleibt offen. Nähe ihn ebenfalls um.
Dann kommen die Tragebänder. Schneide dafür zwei lange Streifen aus Jeansstoff zu. Du kannst auch z.B. zwei kürzere Stücke aneinandernähen, damit du ein längeres Stück bekommst. Die Streifen sollten einige Zentimeter breit sein (doppelt so breit, wie du die Tragebänder haben möchtest plus 1-2 cm).
Nähe die Bänder an der langen Seite zusammen (wieder „auf links“), so dass ein langer Schlauch entsteht. Wende diesen „auf rechts“. Falls du eine Nähmaschine nutzt, kannst du nun, ganz knapp an der Kante (ca. 2 mm Abstand), rechts und links eine Naht anbringen. Dann bekommen deine Trageriemen eine tolle Form und verrutschen später nicht.
Als Abschluss nähst du deine Tragebänder noch an der Tasche fest. Am besten geht das mit einem großen „X“.
Falls du möchtest, kannst du deine Tasche noch mit Borten, Schleifen etc. verzieren.
Hier ein Tutorial für eine Patchwork-Tasche (Tipp: Passe die Teile evtl. an: Mit größeren Patchwork-Teilen hast du weniger Näharbeit, mit kleineren mehr)
Viel Spaß mit deiner neuen Tasche!!
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