So startest du umweltfreundlich ins neue Schuljahr (Tipp der Woche)

Je nach dem, wo du wohnst, steht er schon vor der Tür: Der Start ins neue Schuljahr. Bestimmt freust du dich darauf, deine Freund:innen zu sehen. Aber ein neues Schuljahr bietet sich auch super an, um deinen Schulbesuch und dein Lernmaterial zu überprüfen:

Wie kannst du in der Schule möglichst umweltfreundlich und nachhaltig sein? Auf was solltest du achten? Das erfährst du in diesem Tipp der Woche!

zwei Lineale aus Holz und ein Bleistift liegen auf einem karierten Block
Hefte, Stifte, Bücher – bevor es losgeht, musst du meist einiges besorgen. / © Dmitriy, pixabay.com

Hefte, Stifte, Bücher, … – diese Grundregeln machen Nachhaltigkeit einfach

Gerade zu Beginn des neuen Schuljahres sagen dir die Lehrer eine lange Liste an Material, das du besorgen sollst.

Hier kannst du dich an einige Grundregeln halten, mit denen du immer gut unterwegs bist:

  • Stifte, Hefte, Ordner, Lineal, Farbkasten, Mäppchen …: Bestimmt hast du noch jede Menge Material vom letzten Schuljahr. Nutze in erster Linie das, was du noch hast. Falls dein:e Lehrer:in etwas dagegen hat, besprich ruhig mit ihr/ihm, dass du keine Ressourcen verschwenden möchtest. Das spart übrigens auch einiges an Geld.
  • Hefte, Blöcke, Karteikarten: Wähle Recyclingpapier. Ganz konsequent. Immer und überall. Am leichtesten erkennst du das am „Blauen Engel“. Warum Recyclingpapier die bessere Wahl ist und auf welche irreführenden Kennzeichnungen du besser nicht reinfallen solltest, erfährst du in diesem Tipp der Woche.
  • Bei Stiften sind einfache Buntstifte aus Holz die beste Wahl. Damit kannst du markieren, malen, unterstreichen, … Textmarker, Filzstifte, Stabilos etc. sind aus Plastik, verursachen eine Menge Müll und enthalten Chemikalien. Lass sie lieber im Laden.
  • Taschenrechner, Lernhilfen, Bücher, ein spezielles Zeichenwerkzeug? Schau, ob du es gebraucht bekommen kannst, z.B. von älteren Schüler:innen oder Geschwistern. Das spart eine Menge Ressourcen und du kommst für wenig Geld an deine Sachen. Andersrum kannst du natürlich auch Gegenstände, die du nicht mehr brauchst, an jüngere Schüler:innen weitergeben. Vielleicht könnt ihr in eurer Schule ja sogar einen Markt für gebrauchte Bücher und andere Materialien einführen?

Bücher einbinden, plastikfreies Schulmaterial, Papier sparen… Viele weitere Ideen und Tipps, wie du Schule und Uni plastikfrei und nachhaltig organisieren kannst, findest du in dieser und in dieser Story.

Meine Lieblingsutensilien sind übrigens ein Stiftverlängerer aus Holz (perfekt, um kurze Stifte noch weiter zu verwenden) und ein Konverter inkl. Tintenfass für meinen Füller. Der hat mir schon unzählige Patronen oder Kugelschreiberminen eingespart und verursacht praktisch keinen Müll. Beides bekommst du für wenige Euro im Schreibwarenhandel, frag ggf. nach!

vier Lunchboxen stehen auf einem Holztisch. Sie sind mit gegartem Gemüse und Obst gefüllt, daneben ein Löffel
Eine lecker gefüllte Lunchbox für die Pause macht dich satt, spart Müll und Geld. / © jyleen21, pixabay.com

Für die kleine und große Stärkung zwischendurch

Was wäre Schule ohne Pausen? Nicht halb so schön und vorallem sehr anstrengend.
Oft wirst du dabei nicht nur mit deinen Freund:innen zusammen sein, sondern auch etwas essen oder trinken. Und auch hier kannst du durch ein paar kleine Veränderungen Umwelt und Klima etwas Gutes tun.

  • Deine Lunchbox: Garantiert hast du schon eine. Benutz sie weiter. Falls irgendwann ein Neukauf notwendig ist, wähle am besten eine aus Edelstahl – die hält wirklich sehr lang und gibt keine Schadstoffe oder Rückstände an dein Essen ab. Es gibt auch welche mit (herausnehmbaren) Trennfächern – sehr praktisch, wenn du mehrere Snacks in deine Box packen möchtest. Alternativ kannst du auch kleine Schraubgläser umfunktionieren.
    Bio-Plastik oder Melamin ist leider keine gute Wahl: Für Bioplastik gibt es keine Recyclingmöglichkeit. Und Melamin enthält enthält Stoffe, die von der EU als sehr besorgniserregend eingestuft sind.
  • Deine Trinkflasche: Nichts ist so günstig wie Leitungswasser. Saftschorle sorgt für Abcwechslung. Bestimmt hast du auch schon eine Trinkflasche – nutz auch diese, so lange es geht und fülle sie immer und immer wieder auf. Das spart eine ganze Menge Plastikmüll! Falls sie einmal kaputt sein sollte, ist eine Flasche aus Edelstahl oder Glas eine gute Wahl.
    Falls es in deiner Schule noch keine Wasserspender gibt und das Auffüllen auf dem WC zu umständlich ist: Wie wäre es, wenn ihr euch zusammentut und eurer Schulleitung den Vorschlag macht, einen Wasserspender zu instalieren? Das hilft auch anderen Schüler:innen, auf Plastikflaschen und Trinkpäckchen zu verzichten. Ihr könnt eine Menge Geld sparen und vermeidet einen großen Müllberg.
  • Gegen den großen und kleinen Hunger: Am besten ist es, wenn du dein Vesper für die große Pause von zu Hause mitnimmst. Das ist zum einen günstiger, zum anderen weißt du ganz genau, was drin ist – und du musst nicht mehrmals in der Woche verpackte Snacks oder Backwaren kaufen und sparst so eine ganze Menge Müll. Überlege nur einmal, wie viel das im Laufe eines Schuljahres ausmacht!
    Auch dein Mittagessen kannst du von zu Hause mitnehmen, falls ihr keine Mensa habt. Auch dadurch sparst du eine Menge Müll und einiges an Geld.
    Dir fehlen die Ideen und du hast keine Lust, jeden Tag das gleiche Sandwich zu essen? Schau mal in diesen Tipp der Woche rein – dort findest du eine ganze Sammlung an Ideen für deine Lunchbox!
ein gelber Bus mit der Aufschrift "School Bus" steht an einem Feld
Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder ÖPNV: Das ist eine gute Wahl. / © NoName_13, pixabay.com

Auch die Wege zählen

Einen ganz wesentlichen Anteil daran, ob und wie nachhaltig dein Schulbesuch ist, hat auch die simple Frage: Wie kommst du jeden Tag dort hin?

Vielleicht hast du Glück und kannst zu Fuß gehen, vielleicht auch mit dem Fahrrad fahren. Beides ist unschlagbar in der CO2-Bilanz. Für weitere Schulwege sind Zug, Bus, Straßen- oder U-Bahn die beste Wahl.
Zusätzlicher Bonus: Dein ÖPNV-Ticket kannst du auch nachmittags nutzen, um deine Freund:innen zu besuchen oder zum Sportverein oder zur Musikstunde zu kommen. Für Familien mit nicht so viel Geld gibt es in vielen Gemeinden sogar einen Zuschuss.

Das Elterntaxi ist vielleicht bequem – aber in Sachen Nachhaltigkeit leider eindeutig die schlechteste Wahl. Es hat den höchsten CO2-Ausstoß, verteilt Schadstoffe in der Luft und erhöht die Gefahr für Unfälle vor der Schule. Nutze also lieber den ÖPNV und fahre gemeinsam mit deinen Freund:innen Zug und Bus oder verabredet euch zum gemeinsamen Fahrradfahren.

Und nun wünsche ich natürlich allen einen guten Start ins neue Schuljahr!!

Stephanie Steppacher auf einem Trike

Stephanie

Artikel: 245

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