Schaurige Kostüme, geschnitzte Kürbisse und jede Menge Süßigkeiten, Halloween macht einfach Spaß! Doch hinter der Gruselstimmung verstecken sich manchmal auch unnötiger Verpackungsmüll, kurzlebige Plastikdeko und Kostüme, die nur einmal getragen werden. Dabei lässt sich Halloween auch nachhaltiger feiern, ohne auf den Spaß verzichten zu müssen. Wir zeigen dir, wie du deine Halloween-Party umweltfreundlicher gestalten kannst!
1. Gruselige Deko selber machen
Für die richtige Halloween-Stimmung braucht es nicht unbedingt neue Dekoration aus dem Supermarkt. Gerade im Herbst findest du viele Materialien, mit denen du dein Zuhause schaurig schön gestalten kannst. Bunte Blätter, Kastanien und andere Naturmaterialien eignen sich zum Basteln, oder du verwandelst alte Kartons in Fledermäuse und Gespenster.
Auch ein geschnitzter Kürbis darf natürlich nicht fehlen! Achte beim Kauf möglichst auf regionale und ökologisch erzeugte Kürbisse. Und ganz wichtig: Wirf das Fruchtfleisch nach dem Schnitzen nicht einfach weg. Daraus kannst du beispielsweise eine leckere Kürbissuppe, Kürbisbrot oder geröstete Kürbiskerne zubereiten. Mehr dazu erfährst du außerdem in dieser WWF Jugend Story!
Wenn du Dekoration kaufst, lohnt es sich auf langlebige Produkte zu setzen, die du jedes Jahr wiederverwenden kannst. So sparst du Ressourcen und vermeidest unnötigen Müll.
2. Kostüme: Kreativität statt Neukauf
Vampir, Hexe oder Gespenst, für ein gruseliges Kostüm musst du nicht extra shoppen gehen. Schau zuerst in deinen Kleiderschrank: Mit schwarzer Kleidung, alten Tüchern und ein bisschen Kreativität lassen sich viele Verkleidungen selbst gestalten. Aus einem alten Bettlaken wird beispielsweise schnell ein klassisches Gespensterkostüm.
Du möchtest etwas Aufwendigeres? Dann schau doch einmal in einem Secondhand-Laden vorbei oder tausche Kostüme mit Freund:innen. Auch das Ausleihen ist eine gute Möglichkeit, ein Kostüm zu tragen, ohne es selbst kaufen zu müssen.
Gerade günstige Kostüme bestehen häufig aus Kunstfasern und werden nur wenige Male getragen. Wenn du vorhandene Kleidung verwendest oder ein Kostüm mehrfach nutzt, kannst du dazu beitragen, Ressourcen zu schonen und Abfall zu vermeiden.
3. Süßes oder Saures möglichst ohne Müll
Was wäre Halloween ohne Süßigkeiten? Leider sind viele einzeln verpackte Naschereien mit jeder Menge Verpackungsmüll verbunden. Achte beim Einkauf deshalb auf möglichst wenig Verpackung und, wo möglich, auf recycelbare Materialien. Auch Bio- und Fairtrade-Produkte können eine gute Wahl sein, etwa bei Schokolade.
Wenn du selbst Süßigkeiten verteilst, kannst du zusätzlich für Abwechslung sorgen: Wie wäre es mit Mandarinen, auf die du kleine Kürbisgesichter malst? Auch selbst gebackene Kekse sind eine schöne Idee, achte dabei natürlich auf mögliche Allergien und darauf, dass die Zutaten hygienisch verpackt sind.
Und für deine eigene Süßigkeitenbeute gilt: Eine Stofftasche oder ein bereits vorhandener Beutel ist eine praktische Alternative zu einem neuen Plastikkörbchen.
4. Stimmungsvolles Licht
Ein flackerndes Licht im Kürbis sorgt für die richtige Gruselatmosphäre. Doch viele herkömmliche Kerzen bestehen aus Paraffin, einem Erdölprodukt. Andere Varianten sind nicht automatisch nachhaltiger: Stearinkerzen können beispielsweise Palmöl enthalten, dessen Anbau mit der Zerstörung wertvoller Lebensräume verbunden sein kann.
Achte beim Kauf daher auf die Herkunft und die Zusammensetzung der Kerzen. Eine weitere Möglichkeit ist, Kerzenreste wiederzuverwenden und daraus neue Kerzen herzustellen.
Wichtig ist außerdem die Sicherheit: Lass brennende Kerzen niemals unbeaufsichtigt und halte sie von trockenen Blättern, Papier und Kostümen fern. Gerade bei einem Kürbis mit Kindern sind sichere LED-Lichter eine praktische Alternative.
5. Schminke bewusst auswählen
Ein gruseliges Make-up macht viele Halloween-Kostüme erst komplett. Dafür musst du aber nicht unbedingt eine neue Schminkpalette kaufen. Vielleicht hast du bereits geeignete Schminke zu Hause, die du für deinen Look verwenden kannst.
Wenn du neue Produkte benötigst, achte auf die Inhaltsstoffe und auf eine gute Hautverträglichkeit. Naturkosmetik kann eine Option sein, ist aber nicht automatisch für jede Haut geeignet. Teste neue Produkte deshalb am besten vorher an einer kleinen Hautstelle und verwende nur Schminke, die für den jeweiligen Anwendungsbereich vorgesehen ist.
Auch beim Abschminken kannst du Müll vermeiden: Wiederverwendbare Abschminkpads sind eine Alternative zu Einwegprodukten.
6. Halloween-Snacks ohne Lebensmittelverschwendung
Du planst eine Halloween-Party? Auch beim Essen kannst du kreativ und nachhaltig sein! Aus Kürbisresten werden herzhafte Snacks, aus Obst lassen sich kleine Monster gestalten und mit etwas Fantasie werden einfache Gerichte zu gruseligen Hinguckern. Viele Rezepte lassen sich außerdem pflanzlich zubereiten.
Verwende möglichst Zutaten, die du bereits zu Hause hast, und plane die Mengen so, dass am Ende nicht zu viel übrig bleibt. Für Getränke und Snacks brauchst du auch kein Einweggeschirr: Teller, Gläser und Besteck aus dem eigenen Schrank sind meist die einfachste Lösung.
Und wenn doch etwas übrig bleibt? Bewahre Reste richtig auf und genieße sie am nächsten Tag weiter.
Quellen
- Utopia – 5 schrecklich einfache Tipps für ein nachhaltiges Halloween
- pandoo – Tipps und Rezepte für ein nachhaltiges Halloween
- Greenpeace – 7. Mehrweg statt Einweg: Nachhaltige Getränke und Snacks
- everdrop – Halloween nachhaltiger feiern – damit es nicht zum Horror für die Umwelt wird
- WWF Jugend – So feierst du ein umweltfreundliches Halloween!
Lust, mit deinen Texten etwas zu bewegen? 🧡🌍
Dann werde Teil unserer Redaktion! Erfahre, was dich erwartet – ganz ohne Lebenslauf oder langes Anschreiben.






