Hier gibt es Good News

Zeit für gute Nachrichten! Was gibt es Neues aus dem Klima- und Artenschutz? Wo zeigen sich positive Entwicklungen? Wo geht die Verkehrs- und Energiewende voran? Das und einiges mehr erfährst du in dieser Story – sei gespannt auf spannende Good News.

mehrere Gleise nebeneinander, auf denen 3 rote Regionalbahnen und im Hintergrund ein weißter ICE stehen
Das Deutschlandticket spart Emissionen. / © Fabian Wüst, pixabay.com

Deutschlandticket spart Emissionen

Das Deutschlandticket bringt Menschen dazu, Bus und Bahn zu nutzen statt mit dem Auto zu fahren. Ein Bericht hat gezeigt: Das einheitliche Ticket macht den Verkehr in Deutschland tatsächlich klimafreundlicher.

Im Jahr 2024 hat das Deutschlandticket im Verkehrsbereich Emissionen in Höhe von rund 2,5 Millionen Tonnen CO2 eingespart. Das haben mehrere Forschungsinstitute bei einer Evaluation ermittelt. Die Basis waren Umfragen, wie viele Auto-Kilometer seit Einführung des Tickets durch Bus und Bahn ersetzt wurden.

12 – 20% der Fahrten wären ohne das Deutschlandticket mit dem Auto erfolgt. Betrachtet man die Emissionen, die durch privaten PKW-Verkehr entstehen, konnten etwa 3% davon eingespart werden.

Blick auf die Skyline einer modernen Stadt mit Wolkenkratzern in der Abenddämmerung
China wird sein Klimaziel nicht nur erreichen, sondern übertreffen. / © Jeremy Zhu, pixabay.com

China reduziert Emissionen schneller als geplant

„Erst einmal soll China Emissionen reduzieren, bevor wir etwas tun“, ist ein häufiges (Schein-)Argument in Klimadiskussionen.

Es stimmt, dass China mehr CO2 ausstößt als jedes andere Land – doch die Kurve geht nach unten.
Nach einer neuen Auswertung ist China auf dem besten Weg, seine Klimaziele nicht nur zu erreichen, sondern sogar zu übertreffen.

So erreichten die CO2-Emissionen aus dem Energiesektor in China 2023/24 ihren Höchststand. Bis 2030 werden diese Emissionen laut dem New Energy Outlook 2026 um 17% sinken. Das macht Hoffnung auf eine schnelle Energiewende des Landes und ist deutlich mehr, als in den offiziellen Zielen geplant war.
China hatte sich beim Klimagipfel 2025 verpflichtet, seine gesamten Emissionen bis 2035 um 7-10% zu senken.

Bis 2050 könnte China die Emissionen laut der Analyse sogar halbieren.

mehrere Windkraftanlagen stehen im Meer
Bei Helgoland wurde der größte Windpark Deutschlands eröffnet. / © Thomas, pixabay.com

Größter Windpark in Deutschland eröffnet

Rund 110 Kilometer westlich von Helgoland wurde im September 2026 der Windpark He Dreiht eingeweiht. 64 Windkraftanlagen liefern zukünftig eine Leistung von 960 Megawatt und Strom für umgerechnet 1,1 Millionen Haushalte. Eine einzige Umdrehung einer Anlage deckt rechnerisch den täglichen Strombedarf von 4 Haushalten.

Damit ist He Dreiht der größte Offshore-Windpark Deutschlands.

Besonders ist auch die Finanzierung: Anders als sonst üblich wurde der Bau nicht über staatliche Subventionen finanziert, sondern einzig über langfristige Abnahmeverträge für den Strom. Zu den Abnehmern zählen u.a. Google, Telekom, Fraport, Bosch, Salzgitter, DHL und die Deutsche Bahn.

Nahaufnahme eines Tigers vor einem sandigen Hintergrund
Artenschutz wirkt: Bei den Tigern steigen die Bestände. / © Poswiecie, pixabay.com

Artenschutz wirkt

Im Artenschutz gibt es gleich mehrere gute Nachrichten:

In Neuseeland hat ein Zuchtprogramm eine ganze Art gerettet. Die Wetapunga-Heuschrecke, eine Insektenart, galt auf dem neuseeländischen Festland durch Fressfeinde und Verlust ihres Lebensraums als ausgestorben. Über ein Zuchtprogramm konnte die Art gerettet werden. Nun sind 11.000 Exemplare zurück in der Wildnis in Regionen ohne Fressfeinden.

In zwei von 10 Regionen haben sich bereits selbsttragende Populationen mit inzwischen 4 Generationen entwickelt. Der Schutzstatus wurde von „national gefährdet“ auf „national zunehmend“ geändert.

Weltweit gibt es keine vergleichbaren Programme in dieser Größenordnung. Die Erkenntnisse aus dem Projekt werden nun auf andere Zuchtprogramme übertragen.

Außerdem zeigt der neue Living Planet Report 2026, dass gezielter Schutz von Arten wirkt. Bei den Beständen von Tigern, Meeresschildkröten und Thunfischen konnte eine positive Entwicklung festgestellt werden.

So konnte z.B. die Population bei den Tigern innerhalb von 15 Jahren um mehr als 70% gesteigert werden, von rund 3.200 im Jahr 2010 auf nun rund 5.700 Tiere in freier Wildbahn. Der Abwärtstrend ist gebrochen – das schien noch vor einem Jahrzehnt unmöglich.

Der Blauflossen-Thunfisch konnte sich ebenfalls erholen und gilt als nicht mehr überfischt. Der Pazifische Blauflossen-Thunfisch gilt zwar noch als „potentiell gefährdet“, der Atlantische Blauflossen-Thunfisch konnte auf „nicht gefährdet“ herabgestuft werden.

Auch die Grüne Meeresschildkröte konnte – als erste Meeresschildkrötenart – auf der Roten Liste von „stark gefährdet“ auf „nicht gefährdet“ herabgestuft werden.
Hinter diesem Erfolg verbergen sich 50 Jahre kontinuierliche Schutzarbeit in rund 80 Ländern.

Quellen

Lena Rauschecker / Utopia: „Bericht: Deutschlandticket spart 2,5 Millionen Tonnen CO2 ein“ vom 15.4.2026, unter https://utopia.de/news/bericht-deutschlandticket-spart-25-millionen-tonnen-co2-ein_922984/ (Aufruf am 19.10.2026)

Benjamin Hecht / Utopia: „China reduziert CO2-Emissionen schneller als gedacht“ vom 1.6.2026, unter https://utopia.de/news/china-reduziert-co2-emissionen-schneller-als-gedacht-v2_936280/ (Aufruf am 19.10.2026)

Benjamin Hecht / Utopia: „Deutschlands größter Offshore-Windpark ist eröffnet – was Goodle und die Deutsche Bahn damit zu tun haben“ vom 21.9.2026, unter https://utopia.de/news/deutschlands-groesster-offshore-windpark-ist-eroeffnet-was-google-und-die-deutsche-bahn-damit-zu-tun-haben_975415/ (Aufruf am 19.10.2026)

Florian Hauner / Utopia: „Das schwerste Insekt der Welt kehrt zurück – wiegt so viel wie eine Maus“ vom 14.10.2026, unter https://utopia.de/news/das-schwerste-insekt-der-welt-kehrt-zurueck-wiegt-so-viel-wie-eine-maus_982174/ (Aufruf am 19.10.2026)

Katharina Siegl / Utopia: „WWF-Report: Diese Arten zeigen, dass Artenschutz funktionieren kann“ vom 14.10.2026, unter https://utopia.de/news/wwf-report-diese-arten-zeigen-dass-artenschutz-funktionieren-kann_983047/ (Aufruf am 19.10.2026)

Die Einsparungen für 2025 liegen voraussichtlich ähnlich.

Anfang 2026 hatten rund 14,6 Millionen Menschen das Deutschlandticket, das ist etwa jede:r Fünfte.

Damit sich der Verkehr allerdings spürbar verlagert, wären 20 Millionen Nutzer:innen erforderlich.

Stephanie Steppacher auf einem Trike

Stephanie

Artikel: 255

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