#HandsOffNature – Schütze was du liebst!
Die Natur in Europa ist wunderschön und einzigartig. Wir wollen, dass die Natur in Europa erhalten bleibt. Im Mai haben wir vor dem Kanzleramt ein riesiges Kartenhaus aus Naturmotiven aufgebaut, um genau das zu zeigen. Wir müssen verhindern, dass zentrale europäische Naturschutzgesetze abgeschwächt werden. Genau das soll nämlich gerade passieren! Wir fordern von der Bundesregierung, die Natur zu schützen und dazu Gesetze konsequent umzusetzen.
Foto © Gauthier Saillard / WWF
Setze dich ein für Europas bedrohte Natur

Naturschutzgesetze geraten unter Druck
Als nächstes wollen wir unsere Botschaft auch nach Brüssel tragen. Denn: Jahrzehntelang hart erkämpfte Naturschutzgesetze könnten jetzt unter dem Deckmantel der „Entbürokratisierung“ massiv abgeschwächt werden. Die EU-Kommission behauptet, den angeblichen „Verwaltungsaufwand” von Naturschutz verringern zu wollen.
In einer rasanten Geschwindigkeit werden sowohl gerade erst beschlossene als auch seit Jahrzehnten etablierte Naturschutzgesetze in sogenannten Omnibus-Verfahren wieder geöffnet und in Frage gestellt. Diese Omnibus-Verfahren sind aktuell in der EU – weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit – in vollem Gange.
Hier erfährst du, was die WWF Jugend fordert:
Welche Gesetze sind bedroht?
Die Wasserrahmenrichtlinie ist eines der wichtigsten Gesetze der EU zum Schutz der Gewässer. Sie schützt Flüsse, Seen, Küstengewässer und Grundwasser und sorgt für sauberes und sicheres Wasser für die Menschen.
Die EU-Waldschutzverordnung soll die katastrophale Abholzung von Wäldern und deren Umwandlung in Viehweiden und Plantagen stoppen. Unternehmen, die Rohstoffe wie Holz, Soja oder Palmöl in die EU importieren wollen, müssen bald nachweisen, dass diese ohne Waldzerstörung produziert wurden.
Die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie schützt über 1.000 Arten und 230 Lebensräume. Wirtschaftliche Aktivitäten müssen geprüft und begrenzt werden, um diese Arten und Lebensräume zu erhalten.

Was ist los mit der Bundesregierung?
Was wir gerade erleben, ist ein politischer Rollback in der deutschen Klima- und Umweltpolitik. Was bedeuten die geplanten Änderungen in der Gesetzgebung für den Energiesektor, dem Infrastrukturzukunftsgesetz und dem Umweltrechtsbehelfsgesetz? Was können wir dagegen tun? Felicia fasst die aktuellen Infos für dich zusammen:
Deshalb schließen wir uns der Kampagne #HandsOffNature an
Die Kampagne #HandsOffNature wird von einem europaweiten Bündnis getragen – koordiniert vom WWF, BirdLife, Client Earth und dem European Environmental Bureau (EEB).

So kannst du aktiv werden!
Unterschreibe jetzt die Petition!
Dein erster Schritt geht ganz schnell. Unterschreibe unsere #HandsOffNature-Petition. Bitte auch deine Freund:innen, bei der Petition mitzumachen. Wir brauchen so viele Stimmen wie möglich.

© Gordon Welters / WWF Deutschland

© Gordon Welters / WWF Deutschland
Komm in unser Kampagnen-Team
Wir hoffen, dass du wie wir die Natur liebst. Komm in unser Team und werde aktiv. Nachdem wir unser Kartenhaus vor dem Kanzleramt aufgebaut haben, planen wir jetzt für Brüssel. Außerdem läuft unsere Kampagne in unserer Community, auf Social Media und in unserem Podcast. Und: Wir organisieren Naturschutzeinsätze, beispielsweise in Renaturierungsprojekten. Hast du Lust, mit uns kreativ zu werden, nach Brüssel zu fahren oder zuhause unsere Natur zu schützen? Dann schreib uns! Alle sind willkommen.
Wir bleiben nicht länger still!
Am 21. Mai, dem NATURA 2000 Tag, forderten wir vor dem Kanzleramt von der Bundesregierung, den Naturschutz in Europa nicht zu gefährden. Denn sowohl neue als auch jahrelang bewährte EU-Naturschutzgesetze sollen maßgeblich auf Wunsch der deutschen Regierung geschwächt werden. So werden die Lebensgrundlagen heutiger und künftiger Generationen riskiert und vor allem junge Menschen sorgen sich zunehmend, ob Europa auch für ihr Leben lebenswert bleibt.
Damit dieser Angriff auf den Naturschutz in Europa von der Öffentlichkeit nicht länger unbemerkt bleibt, haben wir diesen fragilen Moment für die europäische Natur und Ökosysteme in einem riesigen Kartenhaus aus Naturmotiven dargestellt, das einzustürzen droht, wenn die Bundesregierung aus CDU, CSU und SPD nicht “die Hände lässt” von der geltenden Gesetzgebung und zu leichtfertig mit dem Naturschutz umgeht. Wir appellieren an die Regierung, ihrer Verantwortung für alle Generationen gerecht zu werden, eine lebenswerte Zukunft in Europa zu sichern. Hier geht’s zur Pressemitteilung des WWF: HÄNDE WEG VON DER NATUR!

© Gordon Welters / WWF Deutschland
„Natur ist wichtig, weil wir alle Teil der Natur sind und wir ohne sie nicht existieren könnten. Natur zu schützen heißt uns selbst zu schützen und die Grundlage allen Lebens zu erhalten. Vor allem die junge Generation muss mit den Entscheidungen von heute in der Zukunft leben. Wir appellieren an die Bundesregierung, im Sinne der Generationengerechtigkeit, Natur und Klima zu schützen. Naturschutz ist kein Bürokratiefehler.“
Feli (Sprecherin der WWF Jugend)
„Der 21. Mai ist als NATURA-2000-Tag auch eine gute Gelegenheit, unsere europäische Natur zu feiern. Unsere Gesundheit, Trinkwasser, saubere Luft, Überschwemmungs- und Dürreschutz, CO2-Speicherung, Tourismus und Erholung verdanken wir unserer Natur. Um uns und folgenden Generationen diese wichtigen Grundlagen zu erhalten, braucht die Natur unseren Schutz.
Daher gilt das Ziel der EU-Biodiversitätsstrategie, die Artenvielfalt bis 2030 zu erhalten und wieder zu verbessern. Hierbei ist das seit 1992 bestehende NATURA-2000-Netz ein unverzichtbares Instrument. Es ist weltweit das größte Netz von Naturschutzgebieten, die anhand natürlicher Gegebenheit und Schutzbedürftigkeit von Arten und Biotopen ausgewiesen werden, nicht aufgrund von politischen oder wirtschaftlichen Interessen. Es beherbergt unsere europäischen Tier- und Pflanzenarten und reduziert die Auswirkungen des Klimawandels. Für uns Menschen ist es darum von unersetzbarem Wert.“
Silka (WWF Jugend Aktionsteamerin)

© Maria Gose (WWF)

© Marcel Heitkamp
Besuch bei einem Renatuerierungsprojekt
Wir waren auf der wunderschönen unteren Havel unterwegs und konnten hier etwas Großartiges bestaunen: Ein Renaturierungsprojekt, das zu den größten Flussprojekten Europas gehört. Das Ziel des Projektes ist es, den Fluss, der jahrzehntelang vom Menschen verändert wurde, wieder in einen natürlicheren Zustand zu bringen.
Das Team hinter der Kampagne

Silka: „Natur ist für mich mehr als eine Wiese oder ein Wald. Sie ist Lebensgrundlage und Auszeit in einem. Sie ist das Wertvollste, was wir haben.“

Marcel: „Wir können so viel von der Natur lernen: die Gelassenheit der Füchse, der liebevolle familäre Umgang der Wölfe oder die Neugierde von Rotkehlchen.“

Basti: „Ich liebe die Natur, weil sie uns Menschen so viele einzigartige Orte, Erlebnisse und Begegnungen bietet, die uns Glücksgefühle schenken.“

Feli: „Mir ist Natur wichtig, weil wir alle Teil der Natur sind und wir ohne sie nicht existieren könnten. Natur zu schützen heißt uns selbst zu schützen und die Grundlage allen Lebens zu erhalten.“

Florian: „Wir alle sind durch die Natur miteinander verbunden. Wenn ich in den Wald gehe, einen Vogel am Himmel beobachte, einen Regenwurm von der Straße rette, spüre ich diese Verbundenheit zur Natur und meiner Umgebung. Ich kann gar nicht anders als gegen die kurzsichtige Umweltzerstörung vorzugehen, die unser Leben und das vieler anderer gefährdet.“

Simon: „Ich liebe es, draußen zu sein – im Wald, am Meer, auf Fahrradtour oder bei einem Spaziergang – und brauche die Natur, um zur Ruhe zu kommen. Wir alle leben mit und von unserer Natur.“

Elianor: „Ich liebe die Natur, weil sie immer wieder zeigt, was für ein wunderschöner, friedlicher und lebenswerter Ort unsere erde sein kann – gerade wenn die Ereignisse in der Welt einen mal wieder vom Gegenteil überzeugen wollen.“

Annika: „In der Natur fühle ich mich frei; und genau so sollte sie bleiben: lebendig und vor Zerstörung geschützt.“


