Hast du Lust, die Frühlingstage entspannt auf dem Balkon oder auf einer Wiese zu verbringen und bist auf der Suche nach passendem Lesestoff? Dann kommt dieser Tipp der Woche vielleicht genau richtig, denn heute erwartet dich ein Buchtipp.
Das Klimaquartett von Maja Lunde
Vielleicht hast du schon von den Büchern „Die Geschichte der Bienen“ oder „Die Geschichte des Wassers“ von Maja Lunde gehört. Zusammen mit „Die Letzten ihrer Art“ und „Der Traum von einem Baum“ bilden sie das „Klimaquartett“.
Auch wenn die Bücher eine Reihe bilden, können sie unabhängig voneinander oder in einer anderen Reihenfolge gelesen werden.
„Die Letzten ihrer Art“
Mit dem Buch „Die Letzten ihrer Art“ setzt Maja Lunde das Klimaquartett fort. Es erschien 2019.
Wie auch in den anderen Bänden des Klimaquartetts, verbindet Maja Lunde in „Die Letzten ihrer Art“ mehrere Geschichten, die zu unterschiedlichen Zeiten und an unterschiedlichen Orten spielen, miteinander. Doch sie haben ein verbindendes Element: Wildpferde und die Erhaltung ihrer Art.

Der erste Handlungsstrang führt dich in die Vergangenheit, ins russische Zarenreich um 1881. In Sankt Petersburg lernst du Michail kennen, der im Zoo arbeitet. Doch er hat einen Plan: Er möchte in die Mongolei reisen und die eben erst entdeckten Wildpferde fangen. Dazu nimmt er Kontakt zu einem erfahrenen Wildtierfänger auf und gemeinsam begeben sie sich schließlich auf eine lange Reise in die Mongolei.
Ein zweiter Handlungsstrang beginnt 1992 in der Mongolei. Die Biologin Karin versucht dort, in einem mehrjährigen Forschungsprojekt Wildpferde auszuwildern. Er berichtet von Erfolgen und Rückschlägen bei der Auswilderung der Tiere, von Zweifeln und Hoffnung.
Der dritte Strang führt dich schließlich in die Zukunft: 2064 in Norwegen. Auf der Welt ist der Klimawandel fortgeschritten, die Menschen leiden unter Wetterextremen und kämpfen ums Überleben. Viele haben ihre Dörfer verlassen und wandern immer weiter nach Norden. Die Artenzahl hat sich deutlich verringert, viele Arten sind ausgestorben.
Auf einem Bauernhof wohnt Eva mit ihrer Tochter Isa. Sie versuchen, den Hof am Leben zu halten, harren aus, obwohl viele andere die Gegend bereits verlassen haben. Ihr Ziel: Die letzten Wildpferde, die bei ihnen leben, zu retten und fortzuführen, was vor Jahrzehnten in einem Tierpark begonnen wurde.
Hier kommt auch Sophie nochmal ins Spiel – Leser:innen von „Die Geschichte des Wassers“ werden sich vielleicht an sie und ihre Geschichte erinnern, die hier eine Fortsetzung findet.
Die drei Erzählstränge wechseln sich immer wieder ab, und was anfangs noch eher nebeneinander steht, verwebt sich im Laufe der Erzählung immer mehr.

Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Zwar ist die Grundstimmung je nach Kapitel nicht unbedingt positiv, aber es vermittelt auch Durchhaltevermögen und Hoffnung. Hoffnung, dass das Überleben einer Art auch unter widrigen Umständen gerettet werden kann. Es vermittelt sehr schön, wie viel Herzblut und Engagement Menschen in den Artenschutz stecken und macht Mut, zeigt aber gleichzeitig, was wir Menschen unserer Natur und den Arten antun.
Es liest bzw. hört sich sehr gut und ist auch für Jugendliche gut geeignet.
Du kannst „Die Letzten ihrer Art“ entweder als gedrucktes Buch, als ebook oder als Hörbuch bekommen. Alle Versionen sind im btb-Verlag erschienen.
Schau einmal in der Bibliothek deines Vertrauens, ob dort eine Ausgabe vorhanden ist (oder rege ggf. an, das Buch anzuschaffen).






