Weltwassertag: Wie du zum Schutz des Wasser aktiv werden kannst!

Heute, am 22. März, ist Weltwassertag! Das ist ein internationaler Aktionstag, der darauf aufmerksam macht, wie wertvoll und gleichzeitig bedroht unsere Wasserressourcen sind. Wasser ist die Grundlage allen Lebens! Für Menschen, Tiere und ganze Ökosysteme. Doch durch Klimawandel, Umweltverschmutzung und steigenden Ressourcenverbrauch geraten diese Ökosysteme immer stärker unter Druck. Umso wichtiger ist es, hinzuschauen, zu verstehen und selbst aktiv zu werden! Wie du aktiv werden kannst, erfährst du in dieser neuen Story!

Die Oder in Gefahr: Gemeinsam für lebendige Flüsse

Unsere Flüsse stehen unter Druck, ein aktuelles Beispiel ist die Oder. Sie gehört zu den letzten weitgehend naturnahen Flüssen Mitteleuropas und ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Geplante Ausbaumaßnahmen könnten dieses empfindliche Ökosystem massiv verändern. Ziel ist es, den Fluss stärker für die Schifffahrt nutzbar zu machen, etwa durch Vertiefung und Regulierung. Doch solche Eingriffe haben weitreichende Folgen: Auenlandschaften könnten austrocknen, der Grundwasserspiegel sinken und Hochwasserrisiken sogar steigen.

Spätestens seit der Umweltkatastrophe im Jahr 2022, bei der hunderttausende Fische starben ist klar, wie anfällig dieses System ist. Statt weiterer Eingriffe braucht die Oder vor allem Schutz und Zeit zur Regeneration.

Mitmachen und ein Zeichen setzen: Die WWF Jugend Kanutour

Genau deswegen hat die WWF Jugend eine große Aktion geplant! Eine zweiwöchige Kanutour auf der Oder im Sommer 2026. Von Frankfurt (Oder) bis nach Stettin paddeln engagierte Menschen gemeinsam den Fluss entlang, als Zeichen für seinen Schutz.

Geplant sind zwei große Demonstrationen auf dem Wasser und an den Ufern, bei denen möglichst viele Menschen teilnehmen sollen. Ziel ist es, Aufmerksamkeit zu schaffen und Druck auf die Politik auszuüben, um den Ausbau der Oder kritisch zu hinterfragen.

Jede:r kann mitmachen! Ob im Boot, bei der Organisation, in der Öffentlichkeitsarbeit oder als Unterstützung an Land, wir brauchen dich dabei!

© Peter Jelinek / WWF Jugend

Unsichtbarer Wasserverbrauch: Künstliche Intelligenz im Alltag

Ein weiterer Aspekt, den die meisten Menschen nicht mit dem Schutz von Wasser verbinden ist künstliche Intelligenz. Darüber hat Mareike letztens einen spannenden ausführlichen Artikel geschrieben, den du dir für mehr Informationen gerne durchlesen kannst!

Künstliche Intelligenz begegnet uns inzwischen überall: beim Schreiben von Texten, in Suchmaschinen oder als digitale Assistenten. Was viele dabei nicht bedenken ist, dass KI viele Ressourcen verbraucht und dazu gehört neben Energie auch Wasser. Damit große Rechenzentren funktionieren, müssen sie ständig gekühlt werden. Dafür werden teilweise enorme Mengen Süßwasser genutzt. Große Anlagen verbrauchen täglich so viel Wasser wie tausende Haushalte. Dieses Wasser fehlt dann an anderer Stelle, besonders in Regionen, die ohnehin unter Wasserknappheit leiden.

Auch der Energieverbrauch von KI ist nicht zu unterschätzen. Schon eine einzelne Anfrage benötigt Strom und bei Milliarden von Anfragen pro Tag summiert sich das zu einem erheblichen Verbrauch. Da ein Großteil dieser Energie noch aus fossilen Quellen stammt, entstehen zusätzlich CO₂-Emissionen.

Leana Bremer im Porträt

Leana Bremer

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