Lebensmittel, die du im Januar meiden solltest

Viele von uns nehmen sich im Januar vor, gesünder zu essen. Mehr Obst und Gemüse klingt zunächst sehr gut, doch wenn du dabei auch etwas fürs Klima und die Umwelt tun willst, lohnt sich ein genauer Blick in den Einkaufswagen. Denn nicht alles was frisch und gesund aussieht, ist im Winter wirklich eine gute Wahl. Manche Lebensmittel haben im Januar keine Saison, kommen von weit her oder wurden unter hohem Energieaufwand produziert. Welche Produkte du jetzt besser aus nachhaltigen Gründen meiden solltest  und warum, erfährst du jetzt!

Darum solltest du im Winter auf Saisonalität achten

Lebensmittel, die gerade Saison haben, wachsen meist draußen oder in unbeheizten Gewächshäusern, müssen nicht ewig gelagert werden und legen nur kurze Transportwege zurück. Das spart Energie, Wasser und CO₂. Im Winter ist das besonders relevant, weil viele Sommerfrüchte nur durch beheizte Gewächshäuser oder Importe aus anderen Kontinenten verfügbar sind. Dazu kommt, dass saisonales Obst und Gemüse oft besser schmeckt, mehr Nährstoffe enthält und meistens günstiger ist.

Heidelbeeren

Heidelbeeren gelten als echtes Superfood und liegen inzwischen das ganze Jahr im Supermarkt. Im Januar solltest du allerdings lieber die Finger von frischen Beeren lassen. Sie stammen meist aus Ländern wie Peru und haben eine extrem lange Reise hinter sich. Das sorgt nicht nur für eine schlechte Klimabilanz, sondern auch für Probleme wie hohen Wasserverbrauch in trockenen Anbaugebieten. Wenn du im Winter nicht auf Beeren verzichten willst, sind tiefgekühlte Bio-Heidelbeeren eine gute Alternative, da sie oft regional geerntet sind und direkt nach der Saison eingefroren wurden.
Erfahre mehr über die Schattenseite der Blaubeere in dieser WWF Jugend Story!

Erdbeeren

Spätestens ab Ende Januar lachen dich Erdbeeren in Plastikverpackungen an, obwohl ihre Saison hierzulande erst im Mai beginnt. Wintererdbeeren sind meist blass, schmecken wässrig und wurden entweder weit importiert oder energieintensiv im Gewächshaus gezogen. Dazu kommt ein enormer Wasser- und Energieverbrauch. Nachhaltiger ist es, auf heimische Erdbeeren im Sommer zu warten oder im Winter auf eingefrorene Früchte zurückzugreifen.

Tomaten

Tomaten sind aus vielen Gerichten kaum wegzudenken, aber im Winter entwickeln sie kaum Aroma, denn sie wachsen jetzt meist in beheizten Gewächshäusern, was viel Energie kostet. Trotzdem bleiben sie oft fade. Für Saucen, Suppen oder Aufläufe sind Dosentomaten eine deutlich nachhaltigere Alternative, denn sie werden im Sommer geerntet, wenn Tomaten Saison haben, und direkt verarbeitet.

Spargel

Spargel ist ein klassisches Frühlingsgemüse. Wenn du ihn im Januar im Supermarkt findest, stammt er fast immer aus Ländern wie Peru, Chile oder China. Dort wird er häufig in trockenen Regionen angebaut, was einen extrem hohen Wasserverbrauch bedeutet. Die bessere Idee: Freu dich auf die Spargelsaison ab April oder greif im Winter auf Schwarzwurzeln zurück.

Weintrauben und Gurken

Weintrauben wirken harmlos, sind im Winter aber oft Importware aus Südafrika. Durch die lange Lagerung verlieren sie schnell an Qualität und schimmeln häufig. Auch Gurken haben eine klare Saison, in Deutschland wachsen sie von Juni bis Oktober. Im Winter kommen sie meist eingeschweißt in Plastik aus dem Ausland. Wenn du trotzdem nicht verzichten willst, sind eingelegte Gurken eine gute und nachhaltigere Alternative.

Quellen

Leana Bremer im Porträt

Leana Bremer

Artikel: 34