Diese Vögel kannst du im Winter beobachten

Auch wenn es im Winter draußen ruhiger wirkt, gibt es in der Vogelwelt weiterhin viel zu entdecken! Während viele Zugvögel in wärmere Regionen gezogen sind, bleiben einige Arten das ganze Jahr über in Deutschland oder kommen aus kälteren Gegenden zu uns, um hier zu überwintern. Mit etwas Geduld und eventuell einem Fernglas kannst du auch in der kalten Jahreszeit spannende Entdeckungen machen.

Kleiber © Unsplash / Doncoombez

Der Kleiber

Der Kleiber ist ein typischer Standvogel und bleibt auch im Winter in Deutschland. Besonders auffällig ist seine Fähigkeit, kopfunter an Baumstämmen entlangzulaufen. In der Borke findet er Insekten, Spinnen und Larven. Zusätzlich frisst er im Winter Nüsse, Bucheckern und Eicheln, die er mit seinem kräftigen Schnabel aufklopft. Kleiber sind in Wäldern, Parks und naturnahen Gärten gut zu beobachten.

Rotkehlchen © Unsplash / Jan Meeus

Das Rotkehlchen

Rotkehlchen sind selbst in der kalten Jahreszeit aktiv und oft zu hören. Viele der Rotkehlchen, die man im Winter in Deutschland sieht stammen aus Nord- und Osteuropa, wo es deutlich kälter ist. Für diese Vögel sind die Temperaturen hier vergleichsweise mild. Wintergäste sind häufig weniger scheu und singen sogar nachts, besonders an beleuchteten Orten, um ihr Revier zu verteidigen.

Blaumeise © Unsplash / Regine Tholen

Die Blaumeise

Die Blaumeise ist leicht an ihrem blau-gelben Gefieder zu erkennen und bleibt auch im Winter bei uns. Sie ist häufig in Gärten, Parks und an Waldrändern zu sehen, vor allem dort, wo ältere Bäume stehen. Blaumeisen suchen im Winter nach Insekten in Ritzen, Knospen und vertrockneten Pflanzenstängeln. Naturnahe Gärten bieten ihnen daher besonders gute Lebensbedingungen.

Buchfink © Unsplash / Aimee Faribank-Brown

Der Buchfink

Der Buchfink gehört zu den häufigsten Vögeln in Deutschland und lässt sich im Winter gut an Futterstellen beobachten. Auffällig ist, dass man in der kalten Jahreszeit überwiegend die Männchen sieht. Die Weibchen ziehen häufig in wärmere Regionen nach Westen oder Süden. Buchfinken halten sich gern in Gegenden mit Bäumen auf und suchen am Boden nach Samen und Körnern.

Wintergoldhähnchen © Unsplash / Vincent van Zailinge

Das Wintergoldhähnchen

Mit einem Gewicht von nur vier bis acht Gramm ist das Wintergoldhähnchen der kleinste Vogel Europas. Trotz seiner geringen Größe bleibt es auch im Winter in Deutschland. Es ernährt sich von winzigen Insekten und Spinnen, die es vor allem in Nadelbäumen findet. Um die langen, kalten Nächte zu überstehen, muss es täglich Nahrung in der Menge seines eigenen Körpergewichts aufnehmen. Bei starkem Schneefall sucht es sogar unter der Schneedecke nach Nahrung.

Gimpel © Unsplash / Erik Kartis

Der Gimpel

Der Gimpel, auch Dompfaff genannt, ist besonders im Winter gut zu erkennen. Die Männchen fallen durch ihre leuchtend rote Brust auf, während die Weibchen deutlich unauffälliger gefärbt sind. Gimpel ernähren sich überwiegend von Knospen, Samen und Beeren. In Parks und Gärten halten sie sich bevorzugt in dichtem Gebüsch oder immergrünen Pflanzen auf, aus denen man oft nur ihren ruhigen Gesang hört.

Die WWF Jugend und das Thema Vögel

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Quellen

Leana Bremer im Porträt

Leana Bremer

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