Der WWF Jugend Jahresrückblick 2025

Auch 2025 haben wir als WWF Jugend gezeigt, wie viel entstehen kann wenn wir gemeinsam für Natur, Klima und eine gerechte Zukunft einstehen. In einer Zeit voller Krisen, ökologisch, gesellschaftlich und politisch, war dieses Jahr besonders geprägt von Mut, Zusammenhalt und der Überzeugung, dass Veränderung möglich ist! Mit vielen Aktionen, Begegnungen und kreativen Projekten haben wir Hoffnung nicht nur eingefordert, sondern gelebt.

Klare Haltung zeigen

Am 3. Februar beteiligten wir uns gemeinsam mit dem WWF und zahlreichen weiteren zivilgesellschaftlichen Organisationen an einer Protestaktion anlässlich des CDU-Parteitags in Berlin. Anlass waren sowohl die unzureichenden Antworten der CDU auf zentrale Zukunftsfragen, etwa im Bereich Klima- und Naturschutz, als auch der Umgang mit rechtsextremen Positionen im politischen Diskurs.

Nach einer bundesweit aufgeheizten Migrationsdebatte und Massendemonstrationen gegen Rechtsextremismus war es ein wichtiges Signal, Präsenz zu zeigen. Und auch für uns war klar: Natur- und Klimaschutz können nicht losgelöst von Demokratie, Menschenrechten und gesellschaftlicher Verantwortung gedacht werden.

Die WWF Jugend Naturschutzeinsätze

Ein wichtiger Bestandteil des Jahres waren die Naturschutzeinsätze! Bereits im Februar fand ein Moorwochenende im Emsland statt. Moore sind einzigartige Ökosysteme und zugleich effektive Klimaschützer!

Naturschutzeinsatz in Nordhessen © Marcel Gluschak

Im Mai folgte ein weiterer Naturschutzeinsatz in Nordhessen, bevor im September beim Herbsttreffen in Stralsund im Kesselmoor auf der Halbinsel Devin gearbeitet wurde. Ob Schilf schneiden, Anpacken im Regen oder gemeinsames Lernen vor Ort. Unsere Naturschutzeinsätze zeigen immer wieder, wie verbindend gemeinsames Handeln ist!

Maria Gose

Der Abend der Hoffnung

Einen besonderen Platz im Jahresrückblick nimmt der „Abend der Hoffnung“ ein, der dieses Jahr am 29. März stattgefunden hat. Was mit einer Idee bei einem Workshop begann, entwickelte sich zu einem der bewegendsten Events in der Geschichte der WWF Jugend. Unter dem Motto „Was gibt dir Hoffnung für die Zukunft?“ wurden junge Menschen eingeladen ihre Gedanken, Geschichten und Gedichte einzureichen. Mit überwältigendem Erfolg! 216 Einsendungen zeugten von Kreativität, Tiefe und Mut.

© Maria Gose

Die Preisverleihung im Rahmen der Leipziger Buchmesse wurde zu einem Abend voller Emotionen. Mit Lesungen, Musik, Spoken Word und persönlichen Reden entstand ein wunderschöner und hoffnungsvoller Raum. Besonders eindrucksvoll waren die Lesungen der Texte sowie die klaren Worte vieler Gäst:innen aus Literatur, Social Media und Aktivismus. Hoffnung ist kein naiver Optimismus, sondern eine bewusste Entscheidung. Und sie wächst in Gemeinschaft.

© Lara-Sophie Kuche

Der Abend war zugleich Abschluss des 15-jährigen Jubiläums der WWF Jugend und Startpunkt für eine ganze Reihe weiterer Projekte rund um das Thema Hoffnung.

Die WWF Jugend Live-Treffen

Zweimal im Jahr kommen wir als Redaktions- und Aktionsteam der WWF Jugend zu unseren Live-Treffen zusammen. Das Frühjahrstreffen im April in Berlin war geprägt von wertvollen Gesprächen, Workshops und kreativer Energie. Neue Aktive wurden willkommen geheißen, Projekte weiterentwickelt und unsere Visionen für die kommenden Monate geschärft.

© Maria Gose

Neben der inhaltlichen Arbeit wie etwa zu Kampagnen, Podcasts und Aktionen waren es vor allem die zwischenmenschlichen Momente, die das Treffen so besonders gemacht haben. Gemeinsame Abende, Musik am Lagerfeuer, Gespräche bis tief in die Nacht. Viele Aktive beschrieben das Treffen als Kraftquelle und Auszeit zugleich.

Im September folgte das Herbsttreffen in Stralsund, direkt an der Ostsee. Gemeinsam wurden neue Aktionen geplant. Darunter bundesweite Cleanups, Naturschutzeinsätze, redaktionelle Formate und politische Kampagnen. Der Austausch mit Vertreter:innen des WWF-Vorstands unterstrich die Bedeutung jugendlicher Perspektiven für den Verband und für den Naturschutz insgesamt.

© Maria Gose

Aktionen für lebendige Flüsse

Auch der Schutz von Süßwasserökosystemen war eines der zentralen Themen des Jahres. Beim Elbe Run am 28. Juni machten Annika und eine Freundin entlang der Elbe auf die Bedeutung natürlicher Flüsse aufmerksam und sammelten Spenden für Frischwasserprojekte des WWF.

© Annika

Im Juli folgte eine coole Fotoaktion in Marburg, bei der Tiere, Pflanzen und Landschaften fotografert wurden. Aus den Bildern entsteht ein gedruckter Jahreskalender, der sowohl die Schönheit der Natur zeigt als auch auf ihre Verletzlichkeit aufmerksam macht.

© Marcel Heitkamp

Freshwater Adventure 2025 – unterwegs für die Oder

Einer der Höhepunkte des Sommers war die große WWF-Jugend-Fahrradtour „Freshwater Adventure 2025“! Von August bis September wurden über 700 Kilometer entlang von Neiße und Oder zurückgelegt. Also von der Quelle bis zur Mündung.

Die Tour war weit mehr als eine sportliche Herausforderung. Sie war ein politisches Statement für lebendige Flüsse, für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und gegen den weiteren Ausbau der Oder. Gespräche mit Wissenschaftler:innen, Ranger:innen, Fischer:innen und Anwohner:innen machten deutlich, wie stark Mensch und Fluss miteinander verbunden sind.

© WWF Jugend

Besonders eindrücklich war der Besuch des Projekts Haffstör, bei dem junge Störe in die Oder ausgewildert wurden. Der Stör steht sinnbildlich für den Zustand unserer Flüsse. Wenn er zurückkehrt, ist das ein Zeichen für ein gesundes Ökosystem. Die Auswilderung wurde so zu einem Moment der Hoffnung und zu einer klaren Motivation, den Einsatz für den Schutz der Oder fortzusetzen.

© WWF Jugend

Das ganze Jahr über aktiv: Redaktion, Podcast und Community

Neben Aktionen vor Ort war die WWF Jugend 2025 auch kontinuierlich in der Community präsent. Mit Berichten, dem „Tipp der Woche“, „Fantastischen Fakten“, neuen Podcastfolgen und der besonderen Reihe „Hoffnung schreibt Geschichten“ wurden Wissen geteilt, Perspektiven eröffnet und Mut gemacht.

Leana Bremer im Porträt

Leana Bremer

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