Anfang April traf sich das Redaktions- und Aktionsteam in Berlin. Welche Fortschritte wir gemacht haben und was für neue Projekte entstanden sind, erzählen wir euch jetzt.
Nachdem wir alle am Donnerstag munter in Schwanenwerder, Berlin angekommen sind, ging es los mit einem Einstieg über die Orga und einem Rückblick der letzten 6 Monate. Dabei haben wir uns schon für das Gespräch mit Meike vom WWF-Vorstand, vorbereitet. Wir haben WWF-Themen gesammelt, bei denen wir als WWF Jugend mitwirken wollen.

Der nächste Tag startete allerdings mit einem anderen Highlight: Ska Keller, eine ehemalige EU-Abgeordnete der Grünen und jetzt beim WWF für europapolitik beschäftigt, informierte uns über die aktuelle Lage in der europäischen Klimapolitik. Ihr Bericht war für uns alle sehr ernüchternd, da es nicht gut um die Errungenschaften der letzten Jahre steht. Wir haben uns jedoch nicht unterkriegen lassen und überlegt, wie wir trotzdem für das Klima wirksam aktiv sein können. Skas eindeutige Empfehlung: Mit den Politiker:innen sprechen. Deshalb wollen wir zum Beispiel bei unseren Wahlkreisabgeordneten anrufen oder ihnen Mails schreiben über die Themen, die uns als junge Menschen wichtig sind.
Der Social-Media-Workshop hat sich dieses Mal damit beschäftigt, in welcher Form man neue Informationen effektiv auf Instagram teilen kann. Daraufhin haben wir uns in Gruppen verteilt, um die neu gelernten Methoden umzusetzen: als Story, als Beitrag oder als Instagram-Reel.
Die andere Gruppe hat währenddessen mit Vorständin Meike über die Mitwirkung der Jugend im WWF gesprochen. Und hier haben wir einen großartigen Fortschritt erzielt: Es soll zwei Jugendsprecher:innen geben, die stellvertretend für die ganze Gruppe mit dem WWF in Kontakt sind! So eine nahe Zusammenarbeit mit dem Vorstand gab es noch nie! Unser Team wird zunächst bei den Themen Zivilgesellschaft und einer weiteren neuen Kampagne bei der Entscheidungsfindung direkt miteinbezogen sein.
Dann endlich unser Naturschutzeinsatz! Ein paar von uns haben eine Eberesche und eine Kornelkirsche in die Erde gesetzt – beides sind heimische Baumarten, die für unsere Tierwelt sehr wertvoll sind. Eine zweite Gruppe hat am Wasser Müll gesammelt. Und eine dritte Gruppe hat sich um die Insekten gekümmert und Insektenhotels gebaut. Dafür dienten alte Holzblöcke, bei denen wir zuerst die Rinde entfernt haben – dann Löcher rein, Deckel drauf, und schließlich an einer geschützten Stelle aufhängen. Bei den Bohrlöchern haben wir darauf geachtet, dass sich die Insekten nicht verletzen können, was leider bei vielen Insektenhotels, die man im Baumarkt kaufen kann, der Fall ist.
Am Samstag kam der Feedback Workshop mit Katharina ins Spiel. Wir wurden in
zufällige Gruppen aufgeteilt, um uns gegenseitig Feedback für die letzten Tage zu
geben. Es gab einige tiefgründige Gespräche, war aber alles wholesome.

Das wichtigste Element dieser Treffen ist immer unsere Projektplanungsphase. Diese Projekte sind diesmal entstanden (weiter geplant) :
Kochen mit Wildkräutern: Eine Wildkräuterwanderung und anschließender veganer Kochkurs mit den ergatterten Kräutern. Ziel: Die natur als Lebensgrundlage darzustellen
Kinder Mach-Aktion: Eine Kindergarten- oder Grundschulgruppe besuchen und mit ihnen einen Naturschutzeinsatz durchführen. Zum Beispiel Wildblumen säen, Bäume pflanzen, Insektenhotels bauen… Ziel: Bereits kleine Kinder auf die Natur und auch den Schutz aufmerksam machen.
Kanu-Tour: Zweiwöchige Kanu-Tour auf der Oder mit Naturschutzeinsätzen und zwei Demos, eine in Frankfurt und eine in Stettin. Ziel: Die weitere Bebauung der Oder verhindern.
Sommerklimatour: Dorfspaziergänge in Sachsen-Anhalt und MeckPomm, mit den Menschen über Umwelt- und Klimathemen ins Gespräch kommen, zuhören, verstehen, Haltung zeigen. Ziel: der Spaltung in unserer Gesellschaft etwas entgegenstellen.
Hands off Nature: Am 21. Mai startet unsere erste große Aktion in Berlin. Ziel: Laut sein gegen die Rücknahme wichtiger Naturschutzgesetze auf EU-Ebene.
Am letzten Morgen war das Wetter so wie unsere Stimmung, trüb und grau, weil der
Abschied nahte. Natürlich durfte das Feed-Forward dann aber nicht fehlen: alle
freuen sich auf die kommenden Projekte! Dann war Abschied angesagt 🙁
Wir vermissen euch ❣

Ein Bericht von Shiqing und Anna






