Seitdem der Frühling da ist, beginnt auch die Hochsaison für Wildkräuter! Besonders im April und Mai zeigt sich die Natur von ihrer lebendigsten Seite, denn überall sprießen Pflanzen, Knospen öffnen sich und erste Blüten bringen wieder Farbe in Wiesen, Wälder und Gärten. Welche Wildkräuter du aktuell in der Natur finden kannst, erfährst du in diesem neuen Tipp der Woche!
Start in die Wildkräutersaison
Der April gilt als idealer Monat, um mit dem Sammeln von Wildkräutern zu beginnen. Die Pflanzen sind jetzt noch jung besonders nährstoffreich! Viele Blätter enthalten in dieser Phase weniger Bitterstoffe und eignen sich daher super für Salate, Smoothies oder Aufstriche.
Typische Fundorte sind Wiesen, Waldränder, Gärten oder Wegesränder. Dort lassen sich bereits zahlreiche essbare Pflanzen entdecken. Besonders häufig findet man im April unter anderem Bärlauch, Brennnessel, Giersch, Löwenzahn, Gundermann, Spitzwegerich, Sauerampfer oder Taubnessel.
Viele dieser Pflanzen wurden früher ganz selbstverständlich genutzt, sowohl als Nahrungsmittel als auch als Heilpflanzen. Heute geraten sie oft in Vergessenheit oder werden sogar als „Unkraut“ bezeichnet. Dabei steckt in ihnen enormes Potenzial! Wildkräuter sind reich an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen.
Vielfalt und Verwendungsmöglichkeiten im April
Die Einsatzmöglichkeiten von Wildkräutern sind vielfältig. Junge Blätter eignen sich beispielsweise für frische Frühlingssalate oder als Zutat für Kräuterquark und Suppen. Aus Pflanzen wie Brennnessel lassen sich zudem Tees oder sogar Säfte herstellen.
Auch Bäume liefern essbare Bestandteile. Junge Blätter von Linde oder Ahorn sind mild im Geschmack und können ebenfalls in Salaten verwendet werden. Für Tees eignen sich beispielsweise Haselnussblätter oder Schlehenblüten.
Wichtig ist jedoch, dass man sich beim Sammeln gut auskennt, da einige Pflanzen giftige Doppelgänger haben. Ein bekanntes Beispiel ist der Bärlauch, der leicht mit Maiglöckchen oder der Herbstzeitlosen verwechselt werden kann.
Wildjräuter im Mai
Im Mai erreicht die Natur schließlich ihren Höhepunkt! Alles blüht, wächst und gedeiht und die Vielfalt an Wildkräutern nimmt nochmals deutlich zu. Neben den bereits im April vorkommenden Pflanzen kommen nun viele weitere hinzu, insbesondere blühende Kräuter und junge Triebe.
Typische Wildpflanzen im Mai sind beispielsweise Giersch, Holunderblüten, Knoblauchsrauke, Waldmeister, Minze, Weißdorn, Wiesensalbei oder Wiesenkerbel. Auch junge Triebe von Pflanzen wie Hopfen oder Fichte können verwendet werden.

Kreative Küche mit Wildkräutern
Wildkräuter lassen sich frisch in Salaten, Smoothies oder als Gewürz verwenden. Beliebt sind auch selbstgemachte Produkte wie Kräuterbutter, Pesto oder Sirup.
Einige Beispiele:
- Giersch als Petersilienersatz in herzhaften Gerichten
- Knoblauchsrauke für Pestos
- Holunderblüten für Sirup oder Desserts
- Waldmeister zum Aromatisieren von Getränken
Auch Teemischungen lassen sich wunderbar aus getrockneten Blättern und Blüten zusammenstellen.
Nachhaltigkeit und Achtsamkeit beim Sammeln
Das Sammeln von Wildkräutern verbindet uns direkt mit der Natur und fördert ein Bewusstsein für regionale und saisonale Lebensmittel. Dennoch sollte man dabei immer achtsam vorgehen: Nur so viel sammeln, wie man wirklich benötigt, und Pflanzenbestände nicht gefährden!
Quellen
- Kräuterkeller – Wildkräuter im April – das hat der Monat für Sammler zu bieten
- Kostbare Natur – Diese Wildkräuter kannst du im April sammeln
- Wilder Wegesrand – Wildes im Mai
- UnkrautLiebe – Sammelkalender April
- Silke Leopold – 16 wertvolle erste Wildpflanzen im April erkennen
- NABU – Tipps und Ideen zur Wildkräuter-Küche






